Steinfurter Pumpernickel RTF 2011 des RSV Friedenau Steinfurt

In meiner Jugendzeit verspeiste ich gerne Pumpernickel. Da kamen gleich wieder Gefühle bei mir auf, als ich im Breitensportkalender von der Pumpernickel-RTF las. Steinfurt war mir schon bekannt, weil ich dort schon mal durchgeradelt war. Also beschloß ich am Freitagabend am Samstag dort zu starten.

Die Sachen waren schnell gepackt, es sollte ja kühl und sonnig werden laut Wetterfrösche. Morgens um 4 Uhr war für mich aufstehen angesagt. Ich habe da keine Probleme, weil ich in der Woche morgens meditiere. Ein kurzes Frühstück mit Käsebrot und ein Joghurt vor der Abfahrt waren drin. Mein Navi zeigte zum Zielort exakt 294 km. Um 5 Uhr starte ich Richtung Steinfurt und kam um 8 Uhr dort an.

Das Clubheim des Fußballclubs war als Anmeldestelle gemacht worden. War natürlich der erste Starter in der Liste. Sie staunten nicht schlecht ein Schleswig Holsteiner Radsportler startet in NRW. Sagte ich liebe hügelige Strecken war das Münsterland. Nach und nach trudelten Radsprtler ein, die mich begafften. Wedel, wo liegt das denn? Geografisch waren sie nicht gebildet, aber sehr neugierig...

Um 9:30 Uhr ging es mit Startspempel auf die Strecke. Ca. 380 Pedaleure waren jetzt losgelassen und zogen volle Kanne das Tempo an. Ließ mich nicht mitreissen und fuhr mein gewohntes Tempo. Nach 25 km kam die erste Kontrolle. Das Angebot war übersichtlich gestaltet, dafür gab es viel Getränkeauswahl - Isodrink, Apfelschorle, Mineralwasser und Cola war im Angebot. Es war noch kühl und ein warmes Getränk wäre mir lieber gewesen.

Die Strecke verlief auf landschaftlich schönen Wegen und war leicht wellig. Ich hatte mir im Vorwege die 3 Punkte Tour vorgenommen. Plötzlich wurde die Strecke richtig giftig mit 10 % Steigungen im Schnitt. Die mußte ich schon mal auf das kleine Blatt vorne gehen. Schwupps, da fiel die Kette ab und ich trat ins Leere. Kette auflegen und am Berg anfahren, da kommt bei mir Freude auf. Nach 70 km erreichte ich die zweite Verpflegungsstelle. Habe erst einmal gebechert. Fünf Minuten Pause und weiter ging die Fahrt.

Die Sonne schien warm vom Himmel und frühlingshafte Stimmung kam auf. So gingen die 30 km bis zur letzten Kontrolle schnell dahin. Laut Plan sollten es noch 12 km bis ins Ziel sein. Pustekuchen meine Herren! 25 km wurde es am Ende und ich war leicht angefressen. Die zuständigen Helfer lächelten milde über die Aussage. Nun denn, es war eine Reise wert die RTF in Steinfurt gefahren zu haben. Nehme viele neue Eindrücke mit und reichlich Höhenmeter. War froh, wieder in Hamburg zu sein und mich auf die Harburger RTF zu freuen. Da gab es ja auch ein paar Hügelchen zu erklimmen. Ein sportliches Wochenende geht langsam zu Ende für mich. Hat mir echt viel Spaß gemacht, bei Frühlingssonne zu radeln ist einfach ein Gedicht...

Dirks Fotos von der RTF in Steinfurt am 10.04.2011 sind hier.


Rad-Gemeinschaft-Wedel e.V., Dirk Wenzel