Gute freundschaftliche Beziehungen zu dem deutschen international aktivsten Team "Nordland-Hamburg", das zurzeit vom sportlichen Leitung und Radrenner Oliver Stock geleitet wird, machten es möglich, dass Philip Kaczmarowski eine Einladung für die Profirundfahrt Tour de Korea-Japan erhielt.

zum EtappenplanBei der diesjährigen Tour de Korea-Japan mussten die Fahrer 11. Etappen, insgesamt 1558 km bewältigen. Die Profile der einzelnen Etappen waren immer wellig und somit sehr anspruchsvoll. Am Start der diesjährigen Tour, standen Teams wie Skil-Shimano mit dem Japanischen Meister, das Asia Giant Team, Marco Polo, das Gerolsteiner Nachwuchsteam "Ista" und die usbekische Nationalmannschaft mit ihrem Kapitän und Ex-Weltmeister Sergei Lagutin.

Schon vor der Anreise nach Japan, hatte Kaczmarowski noch immer Probleme mit seinem linken Knie wegen des Sturzes auf der Bahn vom 4.6.08 (nannook berichtete). Ein weiteres Problem war das asiatische Klima. Dauerregen und 25 Grad waren die Wetterprognosen für die Tour. Von Tag für Tag kämpfte Kaczmarowski sich mit schweren Beinen, Knieschmerzen und Atemproblemen über die japanischen und koreanischen Berge. Aber immer wieder wurde Philip von seinen Teamkollegen ermutigt weiter zu kämpfen.

Kaczmarowski beste Platzierung war Platz 48. Meist aber landete Kaczmarowski auf den hinteren Rängen. Auf der regnerischen Königsetappe über 220km gewann der schon erwähnte Ex-Weltmeister Sergei Lagutin, der bis zum Ende der Tour das gelbe Trikot verteidigten konnte. Nach der 8. Etappe mußte Philip leider aussteigen.

Kaczmarowski zur Tour: " Ich bin natürlich sehr enttäuscht, dass ich nicht mit meiner guten Form antreten konnte, wie ich sie zwei Wochen vor der Tour hatte. Es hätte einfach mehr Spaß gemacht. Aber trotzdem war es eine große Erfahrung für mich, zwei neue Länder und Menthalitäten kennen zulernen. Die Organisation der Tour war in beiden Ländern großartig. Das Essen sowie die Hotels waren immer sehr gut. Wir hatten eine professionelle Betreuung aus Frankreich und immer eine asiatische Betreuerin an der Seite. Für mich war es die härteste Tour, die ich je gefahren habe. Ich bin erschöpft und mache jetzt nur Regenerationstraining. Ich bin aber optimistisch und baue auf meinen Ehrgeiz, dass ich in diesem Jahr noch ein Rennen gewinnen werde."

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Philip Kaczmarowski