Bundes-Radsport-Treffen 2010

Für Thomas und mich stand schon lange fest, dass wir zum Bundes - Radsport - Treffen nach Gelsenkirchen fahren. Für mich war es nach 2006 in Kiel und 2008 in Nortorf das dritte Treffen. Wir beide waren sehr gespannt, was uns in Gelsenkirchen erwartete. Leider waren wir die einzigen Wedler Radler dort. Trotz Aufruf fanden sich keine weiteren Vereinsmitglieder bereit uns zu begleiten. Schade !

Am Sonntag den 18. Juli um 9 Uhr traf ich mich mit Thomas in Moorrege. Das Beladen war schnell erledigt und wir konnten durchstarten. Wir nahmen den Weg über die A 2 Richtung Ruhrgebiet, weil uns der Weg über A 1 zu gewagt erschien. Dort sind ja jede Menge Baustellen und Stauungen angesagt. Wir kamen soweit gut durch und erreichten gegen 14 Uhr Gelsenkirchen. Die Ausschilderung zum Radsport Trefen erfolgte 1 km vor dem Startort. 

Leider war dort niemand vor Ort, der uns Wedler Radler empfing. Wir sahen uns stattdessen ein Fußballspiel von Jugendlichen an. Ein Steinwurf entfernt liegt die moderne Schalke Arena. Thomas wurde von einer Wespe gestochen, was er nicht so lustig fand. Nach dem Spiel fuhren wir zum Campingplatz, der ca. 300 Meter entfernt liegt. Dort meldeten wir uns bei Herrn Jung an, ein kleiner Giftzwerg wie sich zeigen sollte. Auf dem Weg zum Stellplatz sahen wir erste bekannte Gesichter der Tourenszene. Kieler, Nortorfer, Oeverseer, Lübecker und Hamburger Radler waren schon dort. 

Wir bauten das Zelt unter Bäumen auf, wegen der prallen Sonne, die gnadenlos schien. Eine sehr kluge Entscheidung von uns, wie sich später zeigen sollte. Danach erfolgte eine Platzrunde mit ersten Gesprächen. Es ist immer wieder schön bekannte Gesichter zu treffen und zu klönen. Den Hunger stillten wir an diesem Abend im Restaurant des Campingplatzes. Es gab leckere Pasta was uns sehr gut schmeckte. Müde gingen wir gegen 22 Uhr schlafen, denn morgen um 9 Uhr war die erste Ausfahrt angesagt. Thomas sägte in dieser Nacht ziemlich lautstark, so dass ich wenig Schlaf fand. 

Trotzdem waren wir fit und munter am Start. Die Anmeldung verlief reibungslos und schnell für uns Wertungskarteninhaber. Gönnte mir noch einen Kaffee und Käsebrötchen vor dem Start. Thomas gesellte sich zu Bärbel und Tanja, die er ja vom Radmarathon kennt. Die Polizei eskortierte uns mit Motorrädern aus der Stadt. Es verlief reibungslos trotz der großen Anzahl von Radlern, im Schnitt waren täglich 750 unterwegs. Es ging durch Wohngebiete der Bergleute bis an den Stadtrand, danach hatten wir freie Fahrt. Es ging durch Mais- und Getreidefelder, aber auch durch kühle Mischwälder, durch eine leicht hügelige Landschaft. Die Ausschilderung war perfekt und nicht zu übersehen. Auf den Depots gab es leckere kühle Melonen und kühle Berliner. Thomas verdrückte pro Tour 5 Stück und war sehr glücklich dabei. Ich habe keinen einzigen verputzt die Tage. Habe mich eher an das Obst gehalten, das mir besser bekam. Die Berliner kamen aus Bochum von Harry Brot, wie wir in Erfahrung brachten. Viel trinken war angesagt die Tage, so gingen ca. 4 Liter durch unsere Kehlen. Nach vier Stunden waren wir wieder in Gelsenkirchen am Ziel. Zur Stärkung gab eine Portion Nudeln in der Kantine. Wir beschlossen unsere Klamotten zu holen und vor Ort zu duschen. Das Duschen kostet nämlich auf dem Campingplatz nämlich 1 Euro, den Schwachsinn machen wir nicht mit.

Bärbel und Tanja hatten allerhand zu essen mitgebracht. Daher luden sie Thomas und mich zum Essen ein. Gemeinsam bereiteten wir unser Mahl zu, was uns sehr gut schmeckte. Es gab leckere Nudeln mit frischem Salat dazu. Verhungert ist keiner von uns und das ist doch eine Erwähnung wert. Nach dem Essen besuchte ich noch Manuel und Rita in ihrem Wohnwagen. Die Kieler Radfreunde gesellten sich dazu und wir hatten einen lustigen Abend. Es ist immer eine lockere Stimmung, wobei viel gelacht wurde. Gegen 22 Uhr kam die Müdigkeit und wir gingen in unsere Schlafsäcke. 

Ich war immer früh aus den Federn und als erster startklar. Thomas dagegen wäre noch gerne länger liegen geblieben. Am Mittwoch sollte der Start schon um 8 Uhr erfolgen, weil es sehr warm werden sollte. 34 Grad wurden es gegen Mittag. Durch den Fahrtwind war es erträglich für uns Radsportler. Die Strecken waren uns bekannt, weil sie sich immer wieder überschnitten. Da hätte man doch andere Wege wählen können, die uns Radler Abwechslung geboten hätten. Trotzdem machte es uns viel Spaß durch die Lande zu düsen. Am Abend feierten wir den Geburtstg von Günter, den ich schon sehr lange kenne. Er und seine Doris treffe ich regelmäßig auf jeder RTF in Niedersachsen. Sie sind auch sehr fleissige Punktesammler und belegen Spitzenplätze. Günter bekam einen Kuchen überreicht und war sichtlich gerührt. Möge er uns weiterhin mit seinem trockeren Humor erhalten bleiben. 

So gingen die Tage schnell dahin und am Samstag war eine RTF mit Radmarathon angesagt. Thomas, Bärbel, Stephan und Tanja gönnten sich diesen, ich dagegen fuhr nur den Halbmarathon. Er führte direkt zum Rhein und landschaftlich sehr reizvoll zu fahren. Die Temperaturen pegelten sich bei 24 Grad ein, was sehr angenehm beim Fahren war. Donnerstag bekam ich sogar drei Regentropfen ab, also kaum die Rede wert was da vom Himmel kam. Nachdem wir noch den Festabend besucht hatten, beschlossen wir auch am Sonntag zu fahren.Der Festabend war ziemlich laut und nervig. Die Kieler Radwanderer belegten den 2. Platz in der Mannschaftswertung. Alle Achtung ! 

In Herten fand nämlich eine RTF statt und diese lag fast vor der Haustür von Gelsenkirchen. 10 km Luftlinie ist ja gar nichts für Thomas, also fuhr er locker zum Startort. Ich dagegen nahm das Auto zur Anreise aus Bequemlichkeit. Wir fuhren gemeinsam die lockere Strecke von 116 km ab. Danach ging es zum Zelt abbauen nach Gelsenkirchen. Gegen 18 Uhr waren wir startklar und konnten uns auf den Heinweg machen. Wir nahmen diesmal den Weg über die A 1 über Bremen und kamen gut durch.

Gegen Mitternacht waren wir in Moorrege und Thomas wieder daheim. Danach war es ein Kinderspiel für mich nach Rissen zu kommen und das Kapitel Bundes - Radsport - Treffen 2010 zu schliessen. Es waren wirklich schöne Tage, die wir erleben und erfahren durften.

Sie leben in der Erinnerung weiter !

 

 

Dirks Fotos Serie 1 sind hier.

Dirks Fotos Serie 2 sind hier.


Dirk und Thomas, Rad-Gemeinschaft-Wedel e.V.